Auch im dritten Landesliga-Spiel hat es für die Frauen der SG Sexau/Buchholz noch nicht zu den ersten Punkten gereicht. Gegen die SG Elztal unterlag der Aufsteiger auf dem Buchholzer Sportplatz mit 1:4. Dabei war das Ergebnis vor allem zur Pause deutlicher, als es sich die SG nach ihren eigenen Offensivaktionen hätte wünschen müssen. Immerhin gab es nach dem Seitenwechsel einen kleinen historischen Moment: Lara Kaltenbach erzielte per Strafstoß das erste Landesliga-Tor der SG in dieser Saison.
Der Nachmittag begann zunächst einmal ungewöhnlich. Emelie Feißt hatte gerade den Anstoß ausgeführt, da war nach nicht einmal zwei Minuten schon wieder Schluss. Die Trikotfarben beider Mannschaften waren offenbar nicht deutlich genug voneinander zu unterscheiden, weshalb die Sexau/Buchholzerinnen noch einmal die Spielkleidung wechseln mussten. Nach einer knapp zweiminütigen Unterbrechung konnte die Partie schließlich fortgesetzt werden.
Und die SG fand durchaus ordentlich hinein. Bereits in der 5. Minute wurde es erstmals richtig spannend: Jana Chiara Scholtz brachte den Ball gefährlich aufs Tor – oder vielleicht sogar hinein. Es war eine dieser klassischen Wembley-Szenen, bei denen sich für einen Moment alles um die Frage dreht, ob der Ball die Linie vollständig überschritten hatte. Der Treffer wurde nicht gegeben, also blieb es beim 0:0.
Auf der anderen Seite musste Joelina Zehnle in der 9. Minute erstmals aufpassen. Zunächst bekam sie keinen sauberen Zugriff, konnte aber noch rechtzeitig hinter sich greifen und die Situation entschärfen. Wenig später wurde Sexau/Buchholz wieder offensiv. Emelie Feißt zwang die Elztäler Torhüterin in der 13. Minute zu einer Parade, der Ball wurde zur Ecke abgewehrt. Scholtz brachte diese herein, fand zunächst aber keine Mitspielerin. Eine weitere Ecke landete anschließend bei Feißt, deren Kopfball jedoch ins Aus ging.
Die SG war also durchaus im Spiel – und geriet trotzdem kurz darauf in Rückstand. In der offiziellen Spielstatistik wird das 0:1 Lisa Dold in der 12. Minute zugeschrieben. Danach versuchten die Gastgeberinnen weiter, selbst Akzente zu setzen. Ein Freistoß von Mailin Oberlin fand in der 19. Minute keine Abnehmerin und ging links am Tor vorbei. Drei Minuten später schlug Scholtz die nächste Ecke hinein, diesmal war die Elztäler Torhüterin mit der Faust zur Stelle.
Mit zunehmender Spielzeit wurde Elztal allerdings gefährlicher. In der 25. Minute musste Zehnle gleich zweimal eingreifen und verhinderte zunächst einen höheren Rückstand. Kurz darauf war aber auch die SG-Torhüterin machtlos: Lena Allgeier erhöhte in der 25. Minute auf 0:2.
Sexau/Buchholz gab sich keineswegs auf. In der 28. Minute kombinierten Feißt und Lara Kaltenbach, der Ball wechselte mehrfach die Besitzerin, ehe Kaltenbach zum Abschluss kam und knapp links vorbeischoss. Nur zwei Minuten später tauchte die Angreiferin erneut vor dem gegnerischen Tor auf, fand diesmal jedoch keinen sauberen Abschluss.
Und so kam es, wie es an diesem Nachmittag gleich mehrfach kommen sollte: Während die SG ihre Möglichkeiten nicht in Tore ummünzen konnte, zeigte sich Elztal konsequenter. Pia Trenkle traf in der 33. Minute zum 0:3. Damit war die Aufgabe für den Aufsteiger schon vor der Pause gewaltig geworden. Scholtz versuchte es in der 44. Minute noch einmal, ihr Schuss wurde jedoch abgefälscht und ging ins Aus.
Mit einem 0:3 ging es in die Halbzeitpause. Drei Gegentore waren eine schwere Hypothek, zumal Sexau/Buchholz selbst durchaus Möglichkeiten gehabt hatte. Zur zweiten Hälfte reagierte das Trainerteam Tobias Heilmann und Marc Thun und brachte Vanessa Maier für Lisa Meßmer.
Elztal blieb zunächst gefährlich und zwang Zehnle auch nach Wiederbeginn mehrfach zum Eingreifen. Doch diesmal belohnte sich auch die SG für ihren Aufwand. In der 55. Minute gab es Strafstoß für Sexau/Buchholz. Lara Kaltenbach übernahm die Verantwortung – und verwandelte zum 1:3.
Es war mehr als nur der Anschlusstreffer. Nach den ersten beiden Landesliga-Partien ohne eigenen Treffer war es das erste Saisontor der SG Sexau/Buchholz in der Landesliga. Und zumindest für einige Minuten durfte wieder ein wenig Hoffnung aufkommen. Bei noch mehr als einer halben Stunde Spielzeit war die Begegnung plötzlich nicht mehr ganz so eindeutig.
Doch Elztal hatte die passende Antwort parat. Bereits in der 62. Minute stellte Marie Schätzle-König mit dem 1:4 den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Der kurze Hoffnungsschimmer der Gastgeberinnen war damit schnell wieder gedämpft.
Nach einer Trinkpause wurde auf beiden Seiten mehrfach gewechselt. Bei Sexau/Buchholz kam Zuzanna Michalska für Jana Chiara Scholtz, später ersetzte Emanuela Fix die Torschützin Lara Kaltenbach. Elztal nutzte ebenfalls seine Wechselmöglichkeiten und brachte frische Kräfte für die Schlussphase.
Die Gäste blieben auch danach die gefährlichere Mannschaft. Joelina Zehnle musste noch einige Male eingreifen und verhinderte mit ihren Paraden weitere Gegentreffer. Für die SG selbst ergaben sich in der Schlussphase dagegen keine wirklich zwingenden Möglichkeiten mehr. So blieb es beim 1:4.
Damit wartet der Aufsteiger auch nach dem dritten Spiel noch auf den ersten Landesliga-Punkt. Mit einem Tor bei neun Gegentreffern steht die SG Sexau/Buchholz aktuell auf Rang elf. Der Blick auf die ersten Wochen zeigt, dass die neue Spielklasse wenig verzeiht – gleichzeitig war gegen Elztal gerade in der ersten Hälfte zu sehen, dass sich die SG durchaus eigene Möglichkeiten erarbeiten kann. Jetzt gilt es, daraus noch häufiger Zählbares zu machen.
Die nächste Gelegenheit dazu gibt es bereits am kommenden Sonntag: Um 15:30 Uhr tritt die SG Sexau/Buchholz bei der SG Au-Wittnau an.

Schreibe einen Kommentar