Punktgewinn zum Bezirksliga-Auftakt: SG Sexau/Buchholz startet mit intensivem 0:0
Nach Meisterschaft und Aufstieg ist die SG Sexau/Buchholz in der Bezirksliga angekommen – und bekam gleich am ersten Spieltag einen Vorgeschmack darauf, was eine Etage höher wartet. Vor weit über 400 Zuschauern – ein super Zulauf für die Saisoneröffnung – gab es ein starkes und faires Derby. Gegen die SG Freiamt-Ottoschwanden entwickelte sich auf dem Bergmattenhof eine temporeiche, körperlich intensive und mit zunehmender Spielzeit hart umkämpfte Partie. Tore blieben zwar aus, langweilig war dieses 0:0 allerdings keineswegs.
Von Beginn an war zu spüren: In der Bezirksliga weht ein anderer Wind. Mehr Tempo, mehr Körperlichkeit, weniger Zeit am Ball – und Fehler können schneller bestraft werden. Die SG nahm diese Herausforderung jedoch an und fand gerade in der ersten Halbzeit immer besser in die Begegnung.
Die Gäste setzten mit einer Ecke in der achten Minute den ersten Akzent, anschließend verlagerte sich das Geschehen zunehmend in Richtung Freiämter Tor. Sexau/Buchholz spielte sich immer wieder nach vorne und versuchte, über Standards und schnelles Umschalten Gefahr zu entwickeln. Ein Freistoß von Tim Trenkle blieb in der 16. Minute zunächst in der Gäste-Mauer hängen.
Vier Minuten später wurde es gefährlicher: Daniel Gutjahr brachte einen Eckball auf den Kopf von Florian Ries, doch Freiämts Torhüter Manuel Herr war zur Stelle. Auch nach Ballverlusten arbeitete die SG aufmerksam gegen den Ball. Als Freiamt nach einer kurz ausgeführten Sexauer Ecke in der 25. Minute kontern wollte, war die Defensive rechtzeitig wieder sortiert.
In der 26. Minute prüfte Florian Ries Manuel Herr mit einem Abschluss, doch erneut blieb der Gäste-Keeper Sieger. Auch Claudio Vollmer suchte in der 32. Minute den Weg zum Tor, sein Schuss wurde jedoch von einem Freiämter Spieler abgeblockt.
Freiamt meldete sich seinerseits über Standards zurück. Nach einer Ecke in der 34. Minute forderten die Gäste Handspiel, Schiedsrichter Lukas Lipp ließ jedoch weiterspielen. Gegen Ende des ersten Durchgangs wurde Freiamt aktiver und drängte die SG phasenweise weiter zurück. Eine Gäste-Ecke in der 41. Minute wurde zunächst geklärt, der anschließende Sexauer Konter über Florian Ries jedoch abgepfiffen.
Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte dann wieder den Gastgebern. Jannis Faiß tauchte in der 44. Minute gefährlich vor dem Tor auf, scheiterte aber an Manuel Herr. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte Faiß noch einmal zum Vorstoß an, diesmal strich sein Abschluss am Tor vorbei. So ging es nach einer intensiven ersten Bezirksliga-Halbzeit torlos in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst deutlich. Freiamt kam wesentlich druckvoller aus der Pause – und hätte in der 47. Minute beinahe die Führung erzielt. Der Ball rollte gefährlich am nahezu offenen Sexauer Tor vorbei. Ein früher Warnschuss für den Aufsteiger.
Sexau/Buchholz arbeitete sich anschließend wieder in die Begegnung. Eine Ecke von Jannis Faiß in der 52. Minute brachte nichts ein, auf der Gegenseite verteidigte die SG weiterhin aufmerksam. Nach einer Freiämter Ecke in der 57. Minute war Florian Ries per Kopf zur Stelle. Zwei Minuten später trieb Claudio Vollmer den Ball nach vorne, fand für seinen Vorstoß allerdings keinen entscheidenden Abschluss.
Nun entwickelte sich die Begegnung endgültig zu einem offenen Schlagabtausch. Um die 60. Minute verpassten die Gäste eine weitere gute Gelegenheit. Noch brenzliger wurde es in der 63. Minute: Roman Reinbold war ganz nah am 0:1, doch Benedikt Kopp rettete in höchster Not am Pfosten. Eine Szene, die sinnbildlich für die Sexauer Defensivarbeit an diesem Abend stand – wenn es eng wurde, war noch ein Bein dazwischen.
Mit zunehmender Spielzeit stiegen Intensität und Zweikampfhärte, und Freiamt dominierte zunehmend. In der 67. Minute sah Benedikt Kopp nach einem Trikotziehen gegen Luke Bühler die Gelbe Karte. Trainer Jörg Klausmann reagierte zudem mit mehreren Wechseln und brachte frische Kräfte. Dustin Njenga ersetzte Simon Kälble, später kam Lucca Schiavelli für Tim Trenkle.
Die Schlussviertelstunde wurde dann zur offenen Angelegenheit. Beide Mannschaften wollten den Sieg, ohne dabei völlig die Ordnung aufzugeben. Sexau/Buchholz erhöhte noch einmal den Druck und kam in der 76. Minute zu mehreren Abschlüssen, unter anderem durch Claudio Vollmer – das erlösende erste Bezirksliga-Tor wollte aber nicht fallen.
Für die Schlussphase kamen Emanuele Saitta und Timo Gutjahr für Claudio Vollmer und Jannis Faiß. Freiamt blieb ebenfalls gefährlich. In der 87. Minute musste Niklas Licht bei einem Abschluss von Luca Roser eingreifen und lenkte den Ball neben das Tor. Die anschließende Ecke überstand die SG ebenfalls schadlos. Kurz vor Schluss brachte Klausmann schließlich noch Manuel Messmer für Florian Ries.
Dann war Feierabend: 0:0. Keine Tore, dafür jede Menge Arbeit – und ein erster Punkt in der neuen Liga.
Für den Aufsteiger ist das Remis durchaus ein ordentlicher Auftakt. Vor allem die erste Halbzeit zeigte, dass die SG auch eine Klasse höher spielerisch ihre Momente bekommen kann. Nach der Pause musste Sexau/Buchholz allerdings erfahren, wie schnell und körperlich die Bezirksliga werden kann. Freiamt besaß die eine oder andere sehr gute Gelegenheit, während die SG selbst ebenfalls genügend Situationen hatte, um das Spiel in ihre Richtung zu ziehen.
Nach dem ersten Spieltag steht damit ein Punkt und ein Torverhältnis von 0:0 zu Buche. Die Tabelle besitzt naturgemäß noch wenig Aussagekraft, doch der erste kleine Schritt ist gemacht. Und viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt ohnehin nicht: Bereits am Sonntag, 13. September, um 15:00 Uhr wartet die erste Auswärtsaufgabe beim ebenfalls aufgestiegenen SC March, der mit einem 4:1-Sieg und drei Punkten in die Saison gestartet ist.
Danach folgt voraussichtlich am Donnerstag, 17. September, abends das Bezirkspokal-Heimspiel gegen die SG Simonswald/Obersimonswald auf dem Sportplatz in Buchholz, ehe am 20. September gegen die SpVgg. Buchenbach wieder Bezirksliga-Alltag zuhause in Sexau angesagt ist.
Der Auftakt macht jedenfalls eines deutlich: Das Abenteuer Bezirksliga hat begonnen. Und geschenkt gibt es hier ganz offensichtlich nichts.

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